Polizas Fotografie

Von jeher technikfasziniert eröffnet sich für Michael Poliza, den ehemaligen IT-Unternehmer, mit dem Kauf seiner ersten Digitalkamera 1996 im wahrsten Sinne des Wortes ein neuer Blick auf die Welt. Die Möglichkeiten seiner Ausrüstung ausreizend, bewegt er sich fortan auf dem afrikanischen Kontinent und dokumentiert als einer der Pioniere der Digitalfotografie dessen Schönheit und Zerbrechlichkeit in ungekannter Qualität.

Auch aus der Luft fotografiert er, und auf seinen unzähligen Flügen entstehen seither Bilder, die von einer besonderen Leidenschaft zeugen - der Grafik im Detail, im Kleinen wie im Großen. Durch seine Linse werden Landschaften zu fesselnden Strukturen, die dem Betrachter nicht mehr aus dem Kopf gehen, zu sehen in der Bildergalerie NATURE´S GRAPHICS.

Es sind die unendlich mannigfaltigen Formen der Natur, die Michael Poliza faszinieren. Sein Blick macht ein Stück Erde, den Ausschnitt eines Tieres, die Linie einer Landschaft als ästhetische Einheit sichtbar. Aus den sich ihm offenbarenden Elementen erschafft er völlig eigenständige Bilder, mal malerisch, mal nahezu analytisch, entfremdet im Ausdruck, aber immer, ohne das Wesen der Natur zu verletzen.

Auch den Menschen, die er porträtiert, tritt er nicht zu nahe. Seine Bilder der Himba, Massai und Bushmen zeugen von respektvollem Abstand und hoher Sensibilität. In seinen Fotografien tritt der Einzelne dem Betrachter in seiner natürlichen Würde entgegen.

Michael Poliza überlässt wenig dem Zufall - seine Bilder zeigen komplexes Gespür für den richtigen Augenblick, den kaum jemand je so eingefangen hat wie er. Polizas Fotografie ist, so formulierte es einmal die Süddeutsche Zeitung, Synonym für eine „begeisterte und begeisternde Verbeugung vor der Natur“.